Game of Thrones

Game of ThronesDass auch öffentlich-rechtliches Fernsehen richtig gut sein, hat die BBC in Großbritannien schon oft gezeigt, so 1990 mit der Serie „House of Cards“, in der ein machtbewusster Politiker allerlei Intrigen schmiedet. Das amerikanische Netflix hat dem in seinem Remake noch eins draufgesetzt: Der Bösewicht ist hier nicht wie in den Medien üblich ein Konservativer, sondern ein sozialliberaler Politiker – ein Lehrstück gegen schwarzweißes Schubladendenken, dass uns in diesen Wochen darin erinnern sollte, dass es bei der Bundestagswahl nicht um „gut gegen böse“ geht.

In die Kategorie politisch lehrreicher Fernsehserien gehört auch HBOs „Game of Thrones“, eine der erfolgreichsten aller Zeiten, in der die gebürtige Heilbronnerin Sibel Kekilli drei Staffeln lang eine Hauptrolle spielte. Hier wird uns eine Welt vor Augen gestellt, in der das Recht des Stärkeren gilt. Jeder scheint jederzeit ums Überleben zu kämpfen. So – dies die Lehre – sieht eine Welt aus, in der der Staat kein Gewaltmonopol hat und in der politische Führer sich nicht beim G20 oder in der UN treffen, sondern nur auf dem Schlachtfeld.

Dankbar sollten wir deshalb für die politischen Verhältnisse bei uns sein. Demokratische Parteien ringen um Lösungen, darum geht es bei Wahlen. Alles Politische ist, auch nach Meinung der evangelischen Bekenntnisschriften, vorläufig. Es geht nicht um das Heil auf Erden, sondern um möglichst beste Lösungen. Es geht darum, wie wir unsere Freiheit am besten schützen, erhalten und gestalten.

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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