Dem Neuen vertrauen

Die Macht werden wir wohl nicht hergeben, wir, die geburtenstarken Jahrgänge, die langsam in die Jahre komme. Während die schon etwas älteren 68er die politischen Ämter besetzen oder im Ruhestand den Wutbürger geben, bestimmen meine Jahrgänge offenbar das Fernsehen.

Wer mit Kuhlenkampff und Heinz Maegerlein groß geworden ist und sein Gesellschaftsbild durch Horst Schimanski und Asterix gewonnen hat, der will offenbar auch im Vorruhestand nichts anderes mehr sehen als Tatort bei der ARD und Wicki im Kino. Diesen Eindruck jedenfalls kann man beim Blick in die Unterhaltungskultur gewinnen.

Im „ernsten“ Bereich sieht es auch nicht besser aus. In der Musik gelten Komponisten seit 100 Jahren tot sind immer noch als Zeitgenossen, und die Malerei hatte ihren Höhepunkt doch bei Jackson Pollock (aber das denke, glaube ich, nur ich).

Doch die Flapsigkeit mal beiseite. Dass man, je älter man wird, am Vertrauten hängt, ist wohl normal. Schon unsere Großväter haben am liebsten von früher erzählt. Christliches Leben allerdings heißt, nach vorne blicken und gehen.

„Vertraut den neuen Wegen“ heißt es deshalb in einem beliebten Kirchenlied, und dass, wer zurück schaut, nicht für das Reich Gottes geschickt ist, hat Jesus deutlich gesagt. Wir haben keinen Grund, am Alten zu kleben, denn unser Leben liegt vor uns – jederzeit!

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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